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Rückblick 2011

Ostersonntag 24.April 2011

Emil Bulls

Nach dem ultimativen und erfolgreichen Befreiungsschlag THE BLACK PATH Anfang 2008, stehen die EMIL BULLS aus München mit ihrem neuen Album PHOENIX vor der konsequenten Fortsetzung des eingeschlagenen Weges.

Mit über 200 gespielten Shows 2008, darunter Rock am Ring, einer Tour zusammen mit dem SYSTEM OF A DOWN-Projekt SCARS ON BROADWAY, einer Top 60 Chartplatzierung von THE BLACK PATH und einer Menge glücklicher Fans ritt die Bandauf ein er

Erfolgswelle durch das ganze Land und darüber hinaus. Der Ruf einer außergewöhnlich intensiven Live- Band wurde auch in Skandinavien, Slowenien und Frankreich wahrgenommen, und auch dort hinterließen die Bulls durchgerockte aber glückliche Menschen. Nun steht am 25. September 2009 das neue Album PHOENIX vor der Veröffentlichung und es kostete die Band einiges an Blut, Schweiß und Tränen. Ende 2008 verkündete Gitarrist Chrissy Schneider seinen Ausstieg, um sich mehr seinen privaten Interessen zu widmen. Davon ließen sich Christoph, Moik, Fab und James aber nur bedingt schocken – schon nach kurzer Zeit entschied man sich einstimmig, jetzt erst recht Gas zu geben. Man holte Andy Bock von der befreundeten Band FROM CONSTANT VISIONS und begann mit neuem Elan Songs zu schreiben. Wie schon bei BLACK PATH, zog sich die Band in eine Berghütte im Allgäu zurück und sammelte drei Wochen lang Ideen – immer mit der Prämisse im Hinterkopf, das letzte Album übertreffen zu wollen. Der Energie- und Kreativlevel stieg während dieser Zeit ins unermessliche und man trat mit 20 neuen Songs die Reise nach Münster an, wo im legendären Principal Studios die Aufnahmen zu PHOENIX begannen. Man holte wiederum Produzent Benny Richter (Caliban, Krypteria) an Board, welcher zusammen mit Engineer Toni Meloni (u.a. The Sorrow, Die Toten Hosen) und der Band die Songideen in Form brachte. Das komplette Album war innerhalb von zwei (!) Wochen eingespielt und soweit fertig, um in die Hände des Mix-Engineers Klaus Scheuermann, welcher bereits THE SOUTHERN COMFORT mischte, zu kommen. Das Resultat – ohne Übertreibung und Selbstbeweihräucherung – das selbstbewussteste Album in der Geschichte der EMIL BULLS. Man setzte sich keine Limits, es gab keine Diskussion um die Berechtigung einer Ballade wie „I DON’T BELONG HERE“ oder Schädelspalter wie „HERE COMES THE FIRE“. Warum auch? Nach so langer, erfolgreicher Arbeit, können die EMIL BULLS zurecht behaupten, ihren eigenen Stil gefunden zu haben und eben alles machen zu können, solange man die Musik so lebt wie sie. Am Ende klingt es trotzdem nach den unverkennbaren Markenzeichen der Band. Emotional, berührend und intensiv müssen die Songs sein – mechanisch rationales Vorgehen wäre undenkbar. Hört hinein und urteilt selbst – PHOENIX wird euch packen, schütteln und komplett einvernehmen, wenn ihr es zulasst, soviel ist sicher.

www.emilbulls.de

www.myspace.com/emilbulls

Dagoba

Leider müssen BETZEFER aus Israel ihre komplette Tour über Ostern absagen. Das betrifft auch den Auftritt auf dem diesjährigen Easter-Cross Festival was uns natürlich nicht erfreut, da wir diese Band aus Israel sehr bewundern und schätzen! Die erfreuliche Nachricht daran ist, wenn man das mal so sagen darf, das wir einen grandiosen Ersatz bieten können!

Die Metaller DAGOBA aus Frankreich werden die ausgefallenen BETZEFER ersetzen. Mit weit mehr als 1,3 Mil. Myspaceklicks und weit über 60.000 Hörer bei Last FM gehören sie zu den momentan angesagtesten Metal Bands in Europa.  Ob im Vorprogramm von Fear Factory, Machine Head, Korn, Stone Sour,… auf namhaften Festivals wie das „Summer Breeze“ oder auf eigener Headliner Tour, DAGOBA überzeugen und überzeugten stets jeden. Ihrer geballten Live Show kann sich keiner entziehen. Vor allem dem Schlagzeug-Gott „Franky Costanza“ entkommt keiner. Er gehört mittlerweile zu den angesagtesten Schlagzeugern Europas und vielleicht auch der ganzen Welt.

http://www.myspace.com/dagoba

http://www.myspace.com/frankycostanza

Flatfoot 56

People Like You Records werden am 04. Februar 2011 das neue Album der Bostoner Streetpunker FLATFOOT 56 veröffentlichen.

Das Album trägt den Titel „Black Thorn“ und ist laut Pressemeldung am ehesten mit Bands wie DROPKICK MURPHYS, STREET DOGS und FLOGGING MOLLY zu vergleichen. Damit werden die Erwartungen natürlich ganz schön hoch geschraubt – wir sind gespannt, ob FLATFOOT 56 diesen auch gerecht werden können. Die ersten Hörproben auf der MySpace-Seite der Band klingen auf jeden Fall schonmal vielversprechend und machen klar, wohin die Reise geht.

www.myspace.com/flatfoot56


 

Joachim Deutschland

Joachim Deutschland … So kann man nicht heißen, so kann man nicht sein! Oder doch? Das Erste, was der Republik von Herrn Deutschland in Erinnerung bleibt, ist der sagenhaft dumme Text seiner ersten Single „Marie“: „Schlampe, Drecksau, ich hoffe es geht dir schlecht!“. Wenn er meint, sich so an seiner Ex-Freundin rächen zu müssen … Das meine er doch gar nicht so, er werde immer missverstanden, rechtfertig Deutschland sich.

Aufgewachsen ist Deutschland als Christoph Johannes Joachim Faber. Sein Vater ist Trompeter der NDR Big Band, seine Mutter Jazz-Sängerin, als ihr Sohn 1980 in Stuttgart auf die Welt kommt. Zehn Jahre später zieht die Familie nach Rhen in Schleswig Holstein, kurz darauf weiter nach Hamburg. Eine ganz normale Jugend eben, ein wenig oft umgezogen vielleicht.

In Hamburg spielt Christoph Faber aka Joachim Deutschland im örtlichen Basketballverein, und das nicht gerade übel. Earvin „Magic“ Johnson, der den Jungen 1995 in Monaco bei einem Chaka Khan-Konzert kennen lernt, empfiehlt Christoph weiter an eine High School-Mannschaft in San Diego. Also auf in die USA. Von der High School geht’s aufs College und damit in eine Basketball-Mannschaft nach LA.

Basketball ist dem Herrn aber irgendwann nicht mehr genug. Er will höher hinaus. Also meldet er sich 2000 beim Militär – um Fallschirm zu springen. Doch auch dort folgt die Ernüchterung: nicht nur das amerikanische Bildungssystem ist beschissen, auch das Militär in den USA erscheint ihm schnell dumm und rassistisch.

So entdeckt Christoph die Gitarre für sich, verlässt 2001 das Militär und seine Wahlheimat USA. Zurück in Deutschland gründet er seine erste Band Echt Scheiße. Der Name spricht für sich. Weil scheiße sein ziemlich uncool ist, benennt sich die Combo schnell um. Aus Christoph wird Joachim Deutschland.

Sein Basser heißt angeblich Eddie Spießer. Nachdem der erste Drummer nicht so regelmäßig spielen wollte, wie die beiden anderen, sitzt kurze Zeit später ein Herr Manfred Orgien am Prügelpult. Der Name der Joachim Deutschland-Band ist geboren: Die Spießer-Orgien.

Sie haben Großes vor. Unter dem Motto „Deutschland für Deutschland“ steuern sie auf den Grand Prix-Vorentscheid zu. Doch sie werden disqualifiziert. Nicht am für den Auftritt geplanten Song „Marie“ stören sich die Juroren – ein auf Deutschlands Homepage veröffentlichter Song namens „Die Stoibers“ sorgt für Aufruhr: Darin würden „die Ehefrau und die Töchter des bayerischen Ministerpräsidenten mit sexuellen Anzüglichkeiten beleidigt“, kritisiert der NDR und schmeißt Deutschland raus. Also veröffentlicht die Band ihr erstes Album „Musik Wegen Frauen“ und nennt ihre Mucke „Schwarz-Punk“. Man könnte auch Pöbel-Rock dazu sagen.

Im Februar 2004 holt sein offenbar überstürzter Abgang beim US-Militär Joachim Deutschland noch einmal ein. Beim Versuch, in die USA einzureisen, wird er schon am Flughafen verhaftet und nach zwei Tagen Einzelhaft zu seiner alten Fallschirmjäger-Einheit nach North Carolina gebracht. Dort erwartet ihn eine „nicht ehrenhafte“ Entlassung, die angeblich fünf Wochen dauert und hauptsächlich aus Latrinenputzen besteht.

Während des Militärarrests schreibt Deutschland, wenn man seiner Darstellung Glauben schenken darf, den Song „Schaf“ fürs neue Album „Rock Sei Dank“, das im Februar 2005 erscheint. Man kann aber nicht feststellen, dass die existenzielle Hafterfahrung den Sänger irgendwie geläutert hätte. Tatsächlich textet Deutschland vielleicht nicht mehr ganz so platt und provokant wie früher. Von der dichterischen Legasthenie, die die FAZ am neueren Deutschpop diagnostiziert, bleibt aber auch er befallen, seine sprachlichen Bilder kommen oft ähnlich verquer daher wie die eigene Beschreibung des Albumsounds: der nämlich sei „Rock, auf den Punkt, lecker dreckig, nach Reinheitsgebot gebaut“.

„Dreckig nach Reinheitsgebot gebaut“ klingt nicht nur seltsam, es ist auch leicht misszuverstehen. Am Anfang rockt die Scheibe vielleicht noch halbwegs geradeaus, doch dann folgen immer wieder zweifelhafte Balladen („Zu Früh“, „Es Tut Weh“) und unglückliche Versuche, NDW oder andere Stile zu kopieren („Kopf Hoch“, Muscheln“). Auch verschweigt Deutschland die zum Teil überraschend gelungenen Arrangements und Bläsersätze seines Namensvetters Johannes Faber. Außer dem renommierten Jazzer stehen ihm auf „Rock Sei Dank“ Sascha Laumann am Bass und Dominik Scholz an den Drums zur Seite.

www.joachimdeutschland.de

www.myspace.de/joachimdeutschland

Deth by SnuSnu

Die Geschichte von Deth By Snusnu begann im Jahr 2010 und war zunächst eher als musikalische Findungsphase gedacht. Schnell bemerkte man allerdings, dass diese Art der Musik großes Interesse weckt.

So entschied man sich noch im selben Jahr im Alleingang ein Album zu produzieren und ganz nebenbei noch das Line-Up zu komplettieren.

Mit dem Gesangstalent Damon Fry, Gitarrist Micky Stevens, Bassist Kiz Of Death, Keyboarder Mary Stormchild und Drummer Jazzy Chaplin wurde die Grundlage geschaffen, die Musik (die sich irgendwo zwischen Rock, Metal, Funk und Pop einordnen lässt) auf die Menschheit loszulassen.

Mit dem Debütalbum „The Deadman And The Marmalade“ im Rücken, einer Prise lyrischem Irrsinn und einem Frontmann, den ihr so schnell nicht vergessen werdet, sind Deth By Snusnu bereit, euch einen Leckerbissen der besonderen Art zu servieren.

“This Is The Story Of A Madman And A Bootleg Tape Called The Deadman And The Marmalade“


www.myspace.com/dethbysnusnu

Ear-Shot


Die Baden-Württemberger EAR-SHOT bieten auf ihrem Erstling eine starke Mischung aus Neo Thrash und Groove Metal der Marke Sepultura, Machine Head und Co. Aufgepeppt wird dieser Mix durch den Einsatz oftmals hymnischer Refrains, die ebenso gut auf ein altes Fear Factory-Album gepasst hätten. Songs wie ‘Bring Me Down’, der Opener ‘Reborn’ und ‘My Pain’ weisen vom Riffing eine starke Pantera-Attitüde auf. Auch die Vocals klingen sehr gewollt nach Phil Anselmo zu FAR BEYOND DRIVEN-Zeiten. Groove-Walzen wie ‘Feel’ erinnern mit Sprechgesang und einer stark perkussiven Bridge an Machine Head. Alle Songs sind eingängig komponiert, sehr gut produziert und dürften mit ihrem Dampfwalzen-Groove so manchem Metalhead Nackenschmerzen bereiten.

 
www.ear-shot.de
www.myspace.com/earshotgermany

Quellen: offizielle Homepage, Laut.de, Metal Hammer